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Reisehinweise
Terrorismus: Bei Bombenexplosionen in Istanbul sind am 27. Juli 2008 17 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Seitdem hat es in weiteren Städten der Türkei, wie schon in der Vergangenheit, Sprengstoffanschläge mit Toten und Verletzten gegeben. Betroffen waren u.a. auch von Touristen besuchte Städte an der türkischen Mittelmeerküste.
Die Sicherheitsvorkehrungen sind im ganzen Land auf hohem Niveau. Reisenden in der Türkei wird trotzdem weiterhin zu erhöhter Vorsicht geraten.
Zu einer Anschlagserie im Sommer 2006 in verschiedenen Touristenzentren hat sich Medienberichten zufolge eine gewalttätige Splittergruppe der terroristischen PKK bekannt. Sie droht mit weiteren Anschlägen.
Von Reisen in die östlichen Provinzen der Türkei, insbesondere die Provinzen Hakkari, Sirnak, Mardin, Siirt, Van, Agri und Igdir wird dringend abgeraten. Infolge der Maßnahmen gegen den PKK-nahen kurdischsprachigen TV-Sender Roj-TV liegen Gefährdungshinweise vor. Es besteht die Gefahr, dass Deutsche, insbesondere Individualreisende, in diesen Provinzen Opfer von Racheaktionen (Anschläge, Überfälle, Entführungen) durch PKK-Terroristen werden könnten.
Am 8. Juli 2008 wurden drei deutsche Staatsangehörige am Berg Ararat von Personen entführt, die sich als Kämpfer der PKK ausgaben. Die Gruppe ist seit dem 20. Juli 2008 wieder in Freiheit.
Reisen über Land: Im Osten und Südosten der Türkei kommt es weiterhin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK und türkischen Sicherheitskräften. Seit Dezember 2007 unternimmt das türkische Militär auch grenzüberschreitende Militäroperationen gegen PKK-Stellungen im Nordirak. Bei Reisen in den Osten und Südosten der Türkei ist mit Behinderungen aufgrund von Straßenkontrollen und verstärkten Militärbewegungen zu rechnen. Der türkische Generalstab hat sechs Gebiete in den Provinzen Siirt, Sirnak, Mardin und Hakkari - insbesondere das Gebiet südöstlich von Hakkari entlang der Grenze zum Irak (in den Bergen), südöstlich der Ortschaft Cizre (Dreiländereck Türkei - Syrien - Irak) - zu zeitweiligen Sicherheitszonen und militärischen Sperrgebieten erklärt, deren Betreten bis auf Weiteres grundsätzlich verboten ist und die einer strengen Kontrolle unterliegen. Bei Reisen in den Osten und Südosten des Landes sollte man die Notwendigkeit der Reise sorgfältig abwägen.
Straßenverkehr: Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf größeren Verbindungsstraßen, sind mit erhöhten Gefahren verbunden und sollten vermieden werden. Wer im Auto übernachten möchte, sollte dazu einen bewachten Parkplatz oder Campingplatz aufsuchen. Die Strafen für Verkehrsdelikte wurden zu Anfang 2008 drastisch erhöht.
Ausdrücklich wird allgemein auf ein erhöhtes Unfallrisiko im Straßenverkehr, insbesondere bei Dunkelheit, hingewiesen.
Bei angebotenen Jeepsafaris sollten Anbieterfirmen und technischer Zustand der Fahrzeuge kritisch überprüft werden, vor allem wenn die Reiseveranstalter keine Gewähr übernehmen. Die Jeeps sollten nur Personen fahren, die über Erfahrung mit derartigen Fahrzeugtypen und Fahren auf Off-road-Strecken verfügen.
Kriminalität: Die Türkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprägter Gewaltkriminalität aus. In letzter Zeit waren jedoch auch Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.
Beim Verlassen des PKWs wird geraten, keine Wertgegenstände und Handtaschen sichtbar im Fahrzeug zurückzulassen.
Vorsicht vor Taschendieben ist besonders in der Großstadt Istanbul angezeigt. Die Zahl von Straßendiebstählen, besonders in belebten Zonen, hat sich in Istanbul in jüngerer Zeit erhöht. Allgemein gilt, dass auf Taschen und Geldbörsen überall da, wo Menschenmengen sind, geachtet werden sollte. Vor allem im Stadtteil Beyoglu wurden vermehrt Betrugsfälle bekannt, in denen Touristen zu einem weiter überteuerten Getränk in einer Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der Rechnung eine größere Summe Bargeld von einem Geldautomaten zu ziehen.
Außerdem ist zu beachten, dass Drogenschmuggel in und aus der Türkei wie auch der illegale Drogenkonsum mit hohen Gefängnisstrafen geahndet werden. Der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von Antiquitäten (z.B. alt aussehende Gegenstände, Fossilien, behauene Steine) ist verboten und kann mit Gefängnis bis zu 10 Jahren bestraft werden.
Die AUSREISE IN DEN IRAK ist seit dem 1. April 2004 nur für Inhaber eines für Irak gültigen Visums möglich. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für den Irak hingewiesen.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
SICHERHEIT: Dringend wird davon abgeraten, in der Öffentlichkeit politische Äußerungen gegen den türkischen Staat zu machen oder Sympathie mit terroristischen Organisationen zu bekunden.
FOTOGRAFIEREN/FILMEN: Das Fotografieren ist in der Nähe militärischer Anlagen nicht erlaubt. Falls Personen fotografiert werden sollen, empfiehlt es sich, deren Genehmigung einzuholen.
In Museen ist das Filmen und Fotografieren oft nur gegen eine Gebühr erlaubt. Für das professionelle Fotografieren in Moscheen ist eine Genehmigung des Vakiflar Genel Müdürlügü einzuholen. In Sonderfällen kann man sich mit dem zuständigen Priester (Imam) in Verbindung setzen.
RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr (2009: von ca. 21. August bis ca. 19. September). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.
DROGEN: Der Besitz oder der Handel von/mit Rauschgift oder Narkotika wird sehr streng bestraft. Es drohen langjährige Gefängnisstrafen, wobei türkische Gefängnisse in keinster Weise westeuropäischen Vorstellungen entsprechen.
RAUCHVERBOT: In allen öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und Einkaufszentren sowie in Sportstadien und Krankenhäusern ist das Rauchen verboten. Ab 1. Juli 2009 wird das Rauchverbot auch auf geschlossene Räume in Restaurants, Bars und Diskotheken ausgeweitet. Wer gegen das Verbot verstößt, muss eine Strafe von 62 YTL (ca. 32 Euro) bezahlen.
SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.
Hier gelangen Sie wieder zu den Angeboten für Klassenfahrten und Gruppenreisen.
© 2004 Alle Rechte bei TIP Gesellschaft für Touristik-Informations- Programme mbH, München Datenbank Stand vom: 02.10.2008 - Anregungen, Hinweise und Kontakt
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